Stirländer Armbrustschützen

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 Kriegshammer 2

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Bertram "Schnösel" Altwyl



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BeitragThema: Kriegshammer 2   Kriegshammer 2 Icon_minitimeMo Sep 10, 2018 12:32 pm

Einfach mal die Frage in den Raum gestellt:

Ist jemand zu Kriegshammer 2 angemeldet?

Laut der Orga ist unser geschätzter Herr Korporal Stein am Start?
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Vera

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BeitragThema: Re: Kriegshammer 2   Kriegshammer 2 Icon_minitimeDi Sep 11, 2018 1:02 am

Nicht das ich wüsste. Es waren aber auch kaum mehr Plätze frei glaube ich.
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Bertram "Schnösel" Altwyl



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BeitragThema: Re: Kriegshammer 2   Kriegshammer 2 Icon_minitimeDi März 26, 2019 12:33 am

Es sind durch einige Absagen Plätze frei geworden! Meldet euch an Marburger! Für unsere Brüder im Norden! Für Sigmar!

www.galgenhelden.de
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Erich Stein

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BeitragThema: Re: Kriegshammer 2   Kriegshammer 2 Icon_minitimeMi Apr 03, 2019 9:34 am

Wer im Winter fett geworden ist, bekommt jetzt die Chance auf Kniebeuge!
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Bertram "Schnösel" Altwyl



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BeitragThema: Re: Kriegshammer 2   Kriegshammer 2 Icon_minitimeDo Mai 23, 2019 3:54 pm

Für Marburger, die nicht so oft im Imperiumsforum sind und trotzdem wissen wollen, was sie beim Kriegshammer verpasst haben.



Dies ist kein offizielles Dokument! Es stammt aus den persönlichen Aufzeichnungen des Bertram Altwyl. Keine der untenstehenden Schilderungen wurde offiziell beglaubigt!

Vermeintliche Rechtschreibfehler möge man mir nachsehen.




Unter den Blättern des Laurelorn

Sollte ich eines fernen Tages, alt und mit gichtgeplagten Händen, inmitten einer Schar Enkel sitzen und ihnen von meinen Erlebnissen als junger Mann in der Armee erzählen, so wird die Geschichte des Laurelorn mir auch nach so langer Zeit bestimmt noch Schauder über den Rücken jagen.

Kennt ihr das wohltuende Gefühl, im Schatten alter Bäume zu wandeln und die kühle Luft des Waldes einzuatmen? Ein Gefühl, dass viele als angenehm und erfrischend bezeichnen würden. Doch seit den Ereignissen im Walde Laurelorn erkenne ich keine Schönheit mehr im lebendigen Grün des Waldes. In jedem Schatten glaube ich bösartige Augen zu sehen, das aufblitzen eiserner Pfeilspitzen mit Wiederhacken und ich kann den Elfenpfeil beinahe schon spüren, wie er mir in den Rücken fährt, die Lunge durchdringt und die Spitze blutig am Bauch wieder austritt.

Alles begann, als wir nach einem langen Marschtag in einem Dorf an den Ausläufern des Laurelorn eintraffen. Gerne würde ich den Namen des Dorfes nennen, doch die Einwohner waren sich nicht einig, wie es denn geheissen wird. Einige nannten es Kackdorf, andere bezeichneten es als Kackholzfällerlager.

Als Abteilung des XI. Marburger Armbrutschützen-Regiments des kurfürstlichen Staatsaufgebost der Provinz Stirland seiner Durchlaucht Haupt Anderssen eskortierten wir die ehrenwerte Shalya-Priesterin Evelina Vogelsang auf dem Weg nach Salzenmund. Unterstützt wurden wir bei dieser Aufgabe von einigen Averländern der XIV. Lengenfelder Hellebardierabteilung, um die Stirländisch-Averländischen Beziehungen zu festigen.

Das Dorf bestand aus einem halben Dutzend Hütten und einer Dorfschenke. Auf der schlammigen Dorfstrasse waren kaum Bewohner zu sehen und tatsächlich schienen die meisten Hütten leer zu stehen. Ein hochgewachsener Mann begrüsste uns und stellte sich als der Bürgermeister vor. Von ihm erfuhren wir, dass in den letzten Wochen viele der Holzfäller von den feigen Spitzohren ermordet worden waren und dass der Kurfürst einen Aufruf an alle freistehende Regimenter hatte ergehen lassen, die Holzfällerkolonie zu schützen. Ausserdem war über Nacht auf einer Wiese in der Nähe des Dorfes ein Monolith aus schwarzem Gestein erschienen. Eine düstere, unheilige Aura umgab ihn und niemand wollte sich in seine Nähe trauen. Dies musste ein dunkler Elfenzauber sein! Natürlich geboten es uns Pflicht und Ehre, unsere Armbrüste zum Schutz des Dorfes zur Verfügung zu stellen.

Am selbigen Abend trafen mehrere Regimenter ein, die dem Aufruf des Kurfürsten gefolgt waren, so dass eine ansehnliche Truppe Imperialer Soldaten bereitstand, Sigmars Söhne und Töchter selbst an einem solch abgelegenen Ort vor den verräterischen Spitzohren zu schützen.

Hier eine Aufzählung der anwesenden Truppen, gelistet nach grösster Schlagkraft und Mannstärke:

XI Marburger Armbrustschützen
III Carroburger Entsatz-Brigade
IX Kompanie des Trutzturmschützen Regiments
IV Artilleriefähnlein zu Nuln
XIV Lengenfelder
Nordländische Milizen

Auch die wichtigen Kirchen waren vertreten mit einem Priester Sigmars, Priesterin Morrs, Priesterin der Shalya.

Noch am gleichen Abend begann die Planung zur Befriedung der hinterhältigen Elfen. Ein ausführlich und eingehend erwogener Plan war grossflächige Brandrodung mit anschliessender Treibjagd auf die überlebenden Spitzohren. Leider hatte es zu Regnen begonnen und der Plan war nicht mehr ausführbar.

Noch während die Offiziere Rat hielten, schlich sich ein halbes Dutzend der Elfen auf den Platz vor der Taverne. Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich Elfen zu Gesicht bekam. Sie waren alle in fremdartige Braune und Grüne Gewänder gekleidet, die Gesichter mit verschlungenen Zeichnungen verunstaltet und von einer anmutigen Erhabenheit, die beim rechtschaffenen Sigmariten einen Würgereiz hervorruft. Glücklicherweise tat ich einen schnellen Griff an meinen Rödel, so dass keiner der diebischen Spitzohren meinen Sold entwenden konnte.

Ich nahm erst an, dass sie ihre Kapitulation überbringen wollten. Stattdessen machten sie uns Vorwürfe, das Imperium hielte sich nicht an irgendwelche Jahrhunderte alten Verträge. Auch zeigten sie auf den Monolithen und beschuldigten uns, den Herdenstein noch nicht zerstört zu haben. Natürlich war dies ein Trick der blutrünstigen Spitzohren. Als ob das Imperium je mit den Waldelfen über den Holzschlag verhandelt hätte! Und diesen Herdenstein hatten sie bestimmt selbst aufgestellt, um uns zu verhexen! Nach einem fruchtlosen Wortwechsel zwischen dem weisshaarigen Wortfüher der Elfen und unseren Offizieren zogen sich die feigen Spitzohren in den Wald zurück und verschwanden wie Geister zwischen den Bäumen.

Noch am selben Abend verübten die hinterhältigen Spitzohren zwei Anschläge auf uns. Ein Pfeil aus dem Dunkel der Nacht traf einen Soldaten ins Bein, während ein anderer mich und Korporal Stein nur um eine halbe Armeslänge verfehlte. Von da an legte ich meinen Helm nur noch zum Schlafen ab.

Eine unserer Patrouillen fand bei der mutigen aber ergebnislosen Verfolgung der niederträchtigen Spitzohren mehrere hühnereigrosse glühende Steine im Wald. Die Steine mussten von verderbter Elfenmagie durchdrungen sein, denn sie summten ununterbrochen in einem nervtötenden Brummen. Damit die ehrlosen Spitzohren sie nicht gegen uns verwenden konnten, wurden sie eingesammelt und sicher verwahrt.

Schon früh am nächsten Morgen, wir hatten kaum unser stark knoblauchaltiges Frühstück beendet, schlichen sich die bösartigen Spitzohren erneut an das Dorf heran. Sie hatten wohl erwartet, sich im Schutze der Regenschleier unbemerkt nähern zu können. Doch dank unseren achtsamen Spähern wurden sie entdeckt, sobald sie aus dem Wald heraustraten. Es mussten wenigstens zwei mal zehn dieser verachtenswerten Spitzohren sein, die sich da mit schussbereiten Bögen dem Dorf näherten. Sogleich stellten wir uns ihnen geschlossen und kampfbereit entgegen. Erneut war es der weisshaarige Elf, der mit unseren Offizieren verhandelte. Diesesmal verlangte er die magischen Steine zurück, welche die Elfen am Vorabend im Wald verloren hatten. Natürlich bekam er einen Dreck zurück, dieses schmierige Spitzohr! Die Spannung zwischen den Fronten war beinahe mit Händen greifbar. Für einen Moment war ich überzeugt, dass wir die schmächtigen Spitzohren hier und jetzt im Namen Sigmars und des Imperiums niedermachen würden. Mit meiner Armbrust zielte ich auf den Bauch eines der am nächsten stehenden Elfen, ein langes Elend mit einer Strohgelben Mähne. Regenwasser tropfte mir vom Helm ins Gesicht und ich fragte mich, ob ein Elf mit zerschossenen Gedärmen ebenso stinkt wie ein Mensch.

Entgegen meiner Erwartung zogen sich die hosenschisser Spitzohren in den Wald zurück. Jedem war klar, dass der Kampf damit nur verschoben war. Der Sigmarpriester liess nun alle Gläubigen zum Gottesdienst in die dafür requirierte Taverne rufen. Er hielt eine flammende Rede, die jeden von uns stärkte und für die bevorstehende Schlacht stählte. Mit Sigmars Segen traten wir wieder nach draussen in den Regen.

Diesen Moment hatten sich die gotteslästerlichen Spitzohren ausgesucht, um zum Schlag gegen die Kinder Sigmars auszuholen. Ihre Pfeile schlugen in die Wand der Taverne, traffen auf Holz und Fleisch. Die ersten Verwundeten gingen schreiend zu Boden. Unverzagt und voller Vertrauen auf Sigmar gingen wir zum Gegenangriff über. Eine Walze aus Imperialem Stahl traff auf die schwächlichen Spitzohren. Den Dorfplatz vor der Taverne sicherten wir behelfsmässig mit Barrickaden aus Tischen und Bänken, während in der Taverne ein zweckmässiges Lazarett eingerichtet wurde. Über die Morgenstunden hinweg schlugen wir heldenhaft mehrere Angriffswellen der räudigen Spitzohren zurück.

Als die Mittagsstunde näher rückte, zogen sich die leidigen Spitzohren schändlich zurück und flohen in die Schatten des Waldes hinein. Zwei Elfen konnten wir während des Gefechts gefangen nehmen. Ihre Befragung ergab leider nichts, ausser dass einem von ihnen der Schädel eingeschlagen werden musste, um ihn an der Flucht zu hindern. Durch eine elfische Rauchbombe hatte meine Lunge schweren Schaden genommen und ich lief Gefahr zu ersticken. Ich danke Sigmar und ich danke dem Arzt der Lengenfelder für meine Rettung durch Pfeifenkraut, welches die Atemwege öffnet und befreit. So wie man Feuer mit Feuer bekämpft, so wird Rauch mit Rauch bekämpft.

Die verzagten Spitzohren hatten erkannt, dass sie uns nichts entgegensetzen konnten und sandten erneut eine Delegation, um mit uns zu verhandeln. Sie versprachen uns, die Kämpfe einzustellen, wenn wir Ihnen sechzig Pfund Roheisen liefern würden, denn die närrischen Spitzohren sind der Metallgewinnung nicht mächtig. Leider erleben auch die besten Männer schwache Augenblicke und so stimmten unsere Offiziere den Bedingungen zu.

Die Nordländer Miliz kannte einen Ort im Laurelorn, an dem reichhaltig Erzgestein gewonnen werden konnte. Auf Befehl des Korporals schloss ich mich einem Trupp aus Carroburgern, Nulnern und ortskundigen Führern an, mit dem Ziel, dass Erz im Wald zu abzubauen. Wir folgten einem kaum erkennbaren Weg, der uns tief hinein in den Spitzohrenwald führte. Der Regen prasselte weiterhin unermüdlich auf uns herab und verwandelte den Trampelpfad in einen Morast. Mit jedem Schritt wurde der Wald um uns herum dichter und finsterer. Mit wachsamen Blicken prüften wir das Unterholz rechts und links des Weges. So verging wohl eine Stunde des Marschierens. Den Hinterhalt bemerkten wir erst, als uns die Pfeile um die Ohren flogen. Einen kurzen Augenblick schien die Welt still zu stehen, dann erschollen Schmerzensschreie und Kampfgebrüll. Von vorne griffen Nahkämpfer der verfluchten Spitzohren an, während wir von links und rechts aus dem Dickicht heraus weiterhin beschossen wurden. Einige unserer Leute riefen dem Feind zu, dass ein Waffenstillstand herrsche und wir doch nur auf dem Weg seien, dass Erz zu gewinnen... doch natürlich scherten sich die ehrlosen Spitzohren nicht darum. Nach einem kurzen aber heftigen Gefecht zogen wir uns etwa zweihundert Fuss aus dem Gebiet zurück. Natürlich war dies nur ein vorgetäuschter Rückzug um die dreckigen Spitzohren zum unvorsichtigen Sturmangriff zu verleiten.

Doch die zaghaften Spitzohren folgten uns nicht und wir erhielten einen Moment Zeit, um uns neu aufzustellen. Wir hatten wohl die Hälfte unserer Schlagkraft verloren und viele Verwundete mussten ins Dorf zurückgebracht werden. Alle die nicht verwundet waren, reihten sich ein um erneut gegen die würdelosen Spitzohren vorzurücken. Zusammen mit den anderen Schützen zählte ich zur Nachhut und wir folgten unseren Infanteristen auf dem Fusse. Ich glaubte, Sigmars schützende Hand über uns förmlich zu spüren, als wir uns kampfbereit den Stellungen der garstigen Spitzohren näherten. Überrascht stellten wir fest, dass das üble Spitzohrengezücht sich zurückgezogen hatte und der Weg frei vor uns lag. Voller Misstrauen rückten wir weiter vor, Schilde erhoben, Langwehren bereit zum Stich, Schwerter zum Schlag erhoben, Pfeile an den Sehnen und Armbrust gespannt. Wir liessen den umliegenden Wald nicht aus den Augen, während wir dem Weg weiter folgten und ich schwöre bei meinem Leben und dem Namen meiner Familie, dass keines der lumpigen Spitzohren zu sehen war. Um so grösser war unsere Überraschung als dort, wo wir eben entlangegangen waren, eine Unzahl der verschlagenen Spitzohren wie aus dem Nichts erschien. Mit ihrer verdorbenen Magie mussten sie sich vor unseren Augen verborgen haben. Es mussten mindestens fünf Dutzend von Ihnen sein, wenn nicht sogar mehr. Allen voran ein schwer gerüsteter Elf. Seine kostbare Rüstung wies ihn klar als Fürsten oder wenigstens als Adligen aus. Trotz der Übermacht des Feindes kämpften wir tapfer und heldenmütig, Schulter an Schulter. Ich verschoss alle meine Bolzen und sah so manchen der verräterischen Spitzohren getroffen zu Boden sinken. Während ich meine Kurzwehr blankzog, bat ich Morr in einem Stossgebet, über unsere Seelen zu wachen. Zu viele von uns waren bereits verwundet und die Übermacht der Gegner war erdrückend.

Doch Sigmar hielt andere Pläne für uns bereit. Ein Carroburger Bihandkämpfer traff den Elfenfürsten mit einem gewaltigen Hieb und fällte ihn gleich einem jungen Birkenschössling. Augenblicklich brachen die intelligenzfernen Spitzohren ihren Angriff ab und zogen sich mit ihrem Blut gurgelnden Fürsten und ihren Verwundeten zurück. Welch glorreicher Sieg für uns! Allerdings versperrten uns die Elfen den Weg zurück ins Dorf. So blieb uns nur der Weg nach vorn, tiefer hinein in den Laurelorn. Wir schleppten uns vorwärts, einen steilen Abhang hinunter, immer damit rechnend, von hinten angegriffen zu werden. Zu unserem Erstaunen traffen wir nach wenigen Augenblicken auf die nordländischen Milizen, die eifrig mit dem Abbau des Eisenerzes beschäftigt waren. Sie hatten uns im dichten Wald umgangen, während wir gegen die Übermacht der Spitzohren um unsere Leben gekämpft hatten.

Es gibt Worte für Soldaten, die ihre Kameraden im Stich lassen. Worte, die ich hier nicht nennen werde. Ein jeder mag sich selbst ein Urteil über die Ehre und Tapferkeit Nordländischer Milizen bilden.

Der Rückweg ins Dorf gestaltete sich weit einfacher. Über kaum erkennbare Pfade kehrten wir mit der Ladung Eisenerz ins Dorf zurück, ohne dass wir einen weiteren Elfen zu Gesicht bekommen hätten. Völlig durchnässt und müde, doch glücklich noch am Leben zu sein, erstattete ich dem Korporal Bericht. Anschliessend liess ich mir in der Taverne ein Bier ausschenken und setzte mich vor den Kamin, um wieder warm zu werden. Das Nordländer Bier schmeckt übrigens abscheuslich. Dort kam ich mit Soldaten der Wissenländer ins Gespräch. Wir erzählten uns von vergangenen Schlachten, sangen Lieder und lauschten dem Prasseln des Regens auf den Dachschindeln. Selbst den Elfen war das Wetter wohl zu nass.

Am späten Nachmittag baten die durchtriebenen Spitzohren um Friedensverhandlungen. Sie mussten endgültig die Überlegenheit des glorreichen Imperiums erkannt haben. Allerdings sollte die Kapitulation auf neutralem Boden verhandelt werden. Die ehrenwerte Shalya-Priesterin Evelina Vogelsang erklärte sich bereit, die Verhandlungen im Lager der Elfen zu führen. Wir Marburger eskortierten sie selbstredend, verstärkt durch die Lengenfelder. Der Weg war für uns mit grünen Bannern der Spitzohren gekennzeichnet worden, so dass wir den Ort mit nur minimalem Orientierungsverlust fanden. Ein Zelt war vorbereitet worden, um beide Parteien vor dem strömenden Regen zu schützen. Allerdings war der Ort verlassen und keine Seele zu sehen. In Treu und Glauben warteten wir auf die verspäteten Spitzohren.

Doch eines habe ich verstanden: Den verlogenen Spitzohren darf man kein Wort glauben. Man darf ihnen keinen Schritt über den Weg trauen. Und wenn eines der unehrenhaften Spitzohren den Mund öffnet, hat es schon gelogen. Aus der Richtung des Lagers erschollen Explosionen. Da wurde uns klar, dass die Blumenfresser unsere Verhandlungsbereitschaft missbraucht hatten. Sie hatten gewartet, bis wir, die gefürchteten Marburger Armbrustschützen, das Dorf verlassen hatten, um dann anzugreifen. Im Eilmarsch und kampfbereit kehrten wir zum Dorf zurück, dass der Schlamm unter unseren Stiefeln nur so spritzte. Noch bevor wir in Sichtweite des Dorfes waren, erstarb der Lärm. Mit schussbereiten Armbrüsten stürmten wir aus dem Wald, doch anstatt eines Schlachtfeldes, erblickten wir nur die Überreste des Herdensteins. Unzählige Splitter des Monolithen fanden sich über dreissig Schritt verteilt. Von den im Dorf verbliebenen Kameraden erfuhren wir, dass die Spitzohren mit Hilfe eines wandelnden Baumes und unter Einsatz eines sprengstoffartigen Gemisches den Stein zerstört hatten. Was sie damit bezweckten, war uns allerdings schleierhaft.

Zu unser aller Bestürzung wurde unter den Dorfbewohnern ein Kult entlarvt, der den unaussprechlichen finsteren und verdorbenen Mächten huldigte. Heil sei Sigmar, denn alle Kultisten wurden aufgestöbert und vernichtet. Die übrigen Dorfbewohner, sowie alle anwesenden Soldaten wurden einer Leibesvisitation unterzogen, um die völlige Ausrottung der Ketzerei sicherzustellen. Preist Sigmar, der über uns wacht!

Die technologische Unterlegenheit des Spitzohrengewürms führte noch am selbigen Tag zur Beilegung aller Streitigkeiten. Wir erhielten Kunde, dass die langfingrigen Spitzohren in der Vergangenheit eine beachtliche Menge an Wein "erworben" hatte. Dies ganz bestimmt auf zwielichtigem Wege. Doch aufgrund ihrer Unfähigkeit und Inkompetenz, waren sie nicht in der Lage, die Weinflaschen zu öffnen. Ihre unterlegene Intelligenz reichte nicht zur Herstellung von Korkenziehern. Eine Imperiale Gesandtschaft überreichte den Elfen einen Korkenzieher, um die Verhandlungen voranzutreiben. Es scheint, als ob alle der willensschwachen Spitzohren in grossem Masse dem Alkoholrausch hörig sind, denn aufgrund des banalen Geschenks konnte in den Abendstunden ein Abkommen zwischen den Elfen des Laurelorn und der Nordländischen Provinz erreicht werden.

Leider hatte dies zur Folge, dass unzählige der frechen Spitzohren sich ins Dorf trauten. So schlimm waren die Zustände, dass ich nicht genug Speichel im Mund hatte, um vor jedem Elfen gebührend auszuspucken.

So siegte das Imperium im Zeichen Sigmars auch an diesem Tag über seine Feinde. Die unzivilisierten Spitzohren hatten zuletzt doch noch unsere Überlegenheit anerkannt. Unsere Pflicht war damit getan und nicht wenig trugen wir zur Ehre der edlen Herren von Stolpe, zur Ehre Marburgs und zur Ehre unseres hochverehrten Kurfürsten Haupt Anderssen bei.

Heil Sigmar!
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